Musiktherapie mit Palliativpatienten

Musiktherapie

Palliativ erkrankte Menschen leiden an einem nicht mehr heilbaren Krankheitsgeschehen. Palliativmedizin hat das Ziel, die Symptome, allen voran die Schmerzen, unter Kontrolle zu bringen und auch bei fortschreitender Krankheit eine möglichst hohe Lebensqualität zu gewährleisten.

Musiktherapie unterstützt die Palliativmedizin genau in diesen Zielen. Sie vermag den Kranken in seinem Wunsch nach Entspannung und Ruhe, nach Schlaf, nach Linderung der Schmerzen, aber auch nach Ablenkung, Verbesserung der seelischen Verfassung und nach Unterhaltung zu unterstützen.

Musik vermag den Kontakt zu dem eigenen gelebten Leben über besondere Lieder oder Musiken wieder herzustellen, den Blick also weg von Verlust, Sterben und Tod hin auf das zu richten, was der Kranke an Reichtum in sich trägt.

Musik vermag aber vor allem zu berühren, vermag die vielen, zum Teil widerstrebenden Gefühle zum Ausdruck zu bringen, die den Kranken und seine Angehörigen in dieser schweren Zeit bewegen.

Musik vermag der Spiritualität des Kranken Raum zu geben, im Sinne des Glaubens oder des Angebundenseins an ein höheres Ganzes. Musik kann den Kranken also auf den verschiedenen Ebenen menschlicher Existenz unter­stützen, und dies immer da, wo er es gerade braucht, im Moment der Begegnung mit dem Therapeuten.

Hier können Sie eine Radiosendung des SWR 2 über die Palliativstation des St.Vincentiuskrankenhauses Heidelberg vom November 2015 hören, in der es auch um die dortige Musiktherapie geht: "die Zeit, die noch bleibt".

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